„Kultur statt Zensur“ lautete eine der Forderungen der friedlichen Revolution. Der Magdeburger Fotograf Wenzel Oschington greift sie in seiner gleichnamigen neuen Ausstellung in der Stadtbibliothek mit Blick auf die Jahrzehnte nach 1989 auf. Seither entwickelte sich erfolgreich eine vielfältige und lebendige Kulturszene in der Elbestadt. Die Eröffnung am 2. Juli um 17 Uhr im Lesecafé Eselsohr in der Zentralbibliothek im Breiten Weg ist dabei nicht nur Rückschau, sondern zugleich ein Impuls für Gegenwart und Zukunft. Die musikalische Begleitung der festlichen Eröffnung übernimmt der Magdeburger Akkordeonist Martin Müller.

Als jemand, der dokumentierend bei vielen Ereignissen und Veranstaltungen vor Ort dabei gewesen ist, weiß Wenzel Oschington, dass in Vereinen, soziokulturellen Zentren und Kultureinrichtungen Beiträge, Aktionen und kreative Ideen entstehen und umgesetzt werden, die eine Stadt für Kulturinteressierte spannend und lebenswert machen. Seine überraschenden und originellen Fotos zeigen nicht nur die ganze Bandbreite freier Kultur, sondern immer wieder eindrucksvoll Orte der Begegnung und des Austauschs.

Die Ausstellung versammelt aber nicht allein Zeugnisse der Vergangenheit, sondern soll zugleich unterstreichen, wie wertvoll das kreative Potential und eine engagierte künstlerisch offene zivilgesellschaftliche Kultur für Gegenwart und Zukunft in Magdeburg sind. Dieses Thema greift auch eine Podiumsdiskussion an gleicher Stelle am Mittwoch, 22. Juli, um 19.30 Uhr auf, bei der Wegbegleiter und Kulturschaffende diskutieren.

Eröffnung und Ausstellung werden von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt unterstützt und sind ein Beitrag der Initiative Weltoffenes Magdeburg. Der Eintritt ist frei.