Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft

Die Digitalisierung verändert, wie Menschen leben und arbeiten. Allerdings sollten sich auch zivilgesellschaftliche Akteure stärker mit Fragen der Digitalisierung befassen. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren des Thesenpapiers „Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft“. Das Thesenpapier kommt zu dem Schluss, dass es großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Zivilgesellschaft gibt.

Eine dem Papier zugrunde liegende Umfrage unter gemeinnützigen Organisationen in Deutschland (PDF) die Studie „Digitalisierung in Non-Profit-Organisationen“, zeigt, dass sich über zwei Drittel (71 Prozent) künftig stark oder sehr stark von der Digitalisierung betroffen sehen. Jeder zweite Befragte (50 Prozent) attestiert seiner Organisation Nachholbedarf: beispielsweise beim Koordinieren von Ehrenamtlichen, Fundraising über digitale Kanäle, aber auch beim Thema Wirkungsmessung und Organisationskultur. Gleichzeitig halten über zwei Drittel (70 Prozent) der Befragten die Möglichkeit für „sehr relevant“, dass sie über digitale Tools administrative Aufgaben effizienter abwickeln können, wie zum Beispiel Mitglieder- oder Spendenverwaltung.

Erstellt wurde das Thesenpapier von Nicole Dufft (Mitgründerin und Partner der Beratungsfirma fibonacci & friends), Peter Kreutter (Direktor der Stiftung Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung) – beide waren Mitautoren der Studie „Digitalisierung in Non-Profit-Organisationen“ – sowie Holger Krimmer und Patrick Gilroy von „Zivilgesellschaft in Zahlen“ (ZiviZ) im Stifterverband. Sie untersuchten, wie die Digitalisierung zivilgesellschaftliche Akteure beeinflusst. Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Die Digitalisierung führt zu einem Wandel der Rahmenbedingungen zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation und sollte neben der Integration digitaler Hilfsmittel auch eine Weiterentwicklung von Organisationskultur und -struktur umfassen.

„Es geht für soziale Organisationen um ein neues Denken, agile Formen der Planung, der Organisationssteuerung, der Umsetzung von Projekten oder der Zusammenarbeit mit Kollegen“, sagt Nicole Dufft. Peter Kreutter ergänzt: „Die Digitalisierung eröffnet gemeinnützigen Organisationen neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Erreichung ihrer Ziele.“

2018-11-26T17:47:08+00:00