50.000 Euro Preisgeld für Filmprojekt des Offenen Kanals

Das Projekt „Magdeburg Moritzplatz“ des Offenen Kanals Magdeburg e.V. wurde aus mehr als 100 Kunst- und Kulturprojekten für den Förderpreis „The Power of the Arts“ausgewählt und gemeinsam mit drei weiteren Projekten aus dem Bereich Tanz, Musik und Medien mit 50.000 Euro prämiert. Ziel der Initiative der Philip Morris GmbH ist, Projekte zu unterstützen, die sich mit den Mitteln der Kultur für eine offene Gesellschaft und ein „neues Wir“ einsetzen.

Die Jury bestand aus Dr. Hans-Jörg Clement (Leiter Kultur Konrad-Adenauer-Stiftung), Samy Deluxe (Rapper), Alexandra Georgieva (Ballettdirektorin am Friedrichstadt-Palast Berlin), Kübra Gümüsay (Publizistin und Aktivistin), Lamya Kaddor (Autorin, Islamwissenschaftlerin), Diana Kinnert (Politikerin und Unternehmerin) und Maryam Zaree (Schauspielerin und Regisseurin).

Elfriede Buben, Leiterin Corporate Responsibility bei der Philip Morris GmbH betont: „Wir haben das große Glück in einer Gesellschaft zu leben, die noch nie so vielfältig und liberal war. Die anhaltenden Debatten zeigen jedoch, dass dieser Zustand nicht als Selbstverständlichkeit missverstanden werden darf. Deshalb ist es wichtiger denn je, die Initiative fortzusetzen. Wir freuen uns, erneut vier Projekte auszeichnen zu dürfen, die sich trotz unterschiedlichster Widerstände beispiellos für unsere offene Gesellschaft engagieren“.

Der Offene Kanal Magdeburg unterstützt als Bürgersender unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen bei der Produktion von Film- und TV-Beiträgen. Ziel ist es, die lokale Kommunikation zu stärken sowie für die Belange unterschiedlicher Bevölkerungsschichten eine breite Öffentlichkeit herzustellen.

Der Moritzplatz im Magdeburger Viertel Neue Neustadt ist ein sozialer Brennpunkt. Das auf drei Staffeln angelegte Filmprojekt wird Geschichten aus der Lebens- und Erfahrungswelt der Menschen erzählen, die dort leben. Gedreht wird mit rund 80 jungen Einheimischen sowie Migrant*innen und Geflüchteten. Thematisiert werden die Folgen des Aufeinandertreffens von Kulturen und Subkulturen, der Verlust von Heimat, die Suche nach Orientierung und Identität.

Die Begründung der Jury: „Das Projekt ‚Magdeburg Moritzplatz‘ verknüpft politische und künstlerische Arbeit in einem zeitgemäßen Format und spricht zudem ein breiteres Publikum an. Es blickt hinein in einen Mikrokosmos, der stellvertretend ist für viele andere Orte in Deutschland. Die Gestaltung der Erzählung ist daran ausgerichtet, die Beteiligten und ihre Lebensrealitäten mit einzubeziehen, sich auf Augenhöhe zu begegnen und damit neue Erzählperspektiven aufzubereiten, die es dringlichst braucht.“

Der Vorsitzende des Offenen Kanals Magdeburg e.V. Lars Johansen zeigte sich überwältigt. Er dankte den Initiatoren des Preises und der Jury für das Vertrauen: „Für uns ist der Preis ein riesiger Ansporn für die kommenden drei Jahre, in denen die Serie rund um den Magdeburger Moritzplatz entstehen wird. Und wir nehmen ihn als Anerkennung für unsere bisherige engagierte Arbeit im interkulturellen Bereich entgegen“.

Mit dem Preisgeld ist die Gesamtfinanzierung des Projektes aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)  und des Fonds Soziokultur gesichert. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit anderen Kultur- und Bildungsinitiativen realisiert, die in der Neustadt tätig sind.
Die Preisverleihung findet am 30. Januar in Berlin statt.

Alle Infos rund um die Serie „Magdeburg Moritzplatz“ gibt es auf der Website: http://moritzplatz.ok-magdeburg.de/
Alle Infos rund um den „Power of the Arts“-Award: https://www.thepowerofthearts.de/

Bettina Wiengarn

Leiterin Offener Kanal Magdeburg

Olvenstedter Straße 10

39108 Magdeburg

Fon: 0391-7391327

wiengarn@ok-magdeburg.de

www.ok-magdeburg.de

2019-10-30T16:56:45+00:00